Laser-Lohnfertigung für Serien und Großserien
Sie liefern die Bauteile, wir liefern die Kennzeichnung. Als Lohnfertiger übernehmen wir Laserbeschriftung, Lasergravur und Lasermarkierung in gleichbleibender Qualität — vom Erstmuster bis zur laufenden Serie.
Was Lohnfertigung bei uns bedeutet
Lohnfertigung heißt: Sie behalten Ihr Produkt, wir übernehmen einen Fertigungsschritt. Bei uns ist das die dauerhafte Kennzeichnung Ihrer Bauteile. Sie brauchen dafür weder eine eigene Laseranlage noch das Prozesswissen, das nötig ist, um für jedes Material die richtigen Parameter zu finden.
Für viele Unternehmen ist genau das der Grund, diesen Schritt auszulagern. Eine Laseranlage anzuschaffen lohnt sich erst bei sehr hoher, gleichmäßiger Auslastung. Wechseln Materialien, Losgrößen und Kennzeichnungsarten dagegen häufig, ist ein Dienstleister mit mehreren Verfahren im Haus wirtschaftlicher — und flexibler.
Wir arbeiten seit 2015 als eigenständiges Unternehmen, bringen aber über 20 Jahre Erfahrung in der Lasertechnik mit. Rund 20.000 Gravuren verlassen unser Haus pro Woche.

Unsere Laserverfahren
Wir haben vier Laserquellen im Haus. Das ist der Kern unserer Flexibilität: Wir wählen das Verfahren passend zu Ihrem Bauteil, statt jedes Bauteil durch dieselbe Anlage zu schicken.
Beschriftung oder Gravur — wo der Unterschied liegt
Faserlaser
Das Arbeitspferd für Metall und beschichtete Oberflächen. Hoher Kontrast, hohe Geschwindigkeit, sehr gute Wiederholgenauigkeit bei Edelstahl, Aluminium und Titan. Für die meisten industriellen Serienkennzeichnungen die wirtschaftlichste Wahl.
MOPA-Laser
Erlaubt es, die Pulsdauer frei einzustellen. Damit lassen sich Farbeffekte auf Edelstahl, saubere Ergebnisse auf eloxiertem Aluminium und auf geeigneten Kunststoffen ein Farbumschlag erzielen — dort, wo ein Faserlaser die Oberfläche zu stark angreifen würde.
Ultrakurzpulslaser
Arbeitet mit extrem kurzen Pulsen und bringt dadurch kaum Wärme ins Material. Das ist die Wahl für empfindliche Werkstoffe, dünne Beschichtungen und überall dort, wo eine thermische Beeinflussung des Bauteils ausgeschlossen sein muss.
CO2-Laser
Für Werkstoffe, die auf die Wellenlänge der Faserlaser nicht ansprechen: viele Kunststoffe sowie organische Werkstoffe wie Holz, Leder und Kork. Leistungsbereich 20 bis 60 Watt.
Schwarzmarkierung
Kein eigener Lasertyp, sondern ein Verfahren: Es entsteht eine tiefschwarze, kontrastreiche Markierung, ohne dass Material abgetragen wird. Mehr dazu auf der Seite Black Marking.

Reproduzierbar
Teil 1 und Teil 50.000 sehen gleich aus — das ist der eigentliche Anspruch.
Anfrage startenVon der Bemusterung bis zur Serie
Der Ablauf ist bei jedem neuen Bauteil gleich — und er beginnt immer am realen Teil, nie am Datenblatt.
1. Anfrage und Machbarkeit
Sie schildern uns Bauteil, Material, gewünschte Kennzeichnung und Stückzahl. Wir schätzen ein, welches Verfahren infrage kommt, und melden uns mit einer Einschätzung.
2. Bemusterung
Wir ermitteln die Laserparameter an Ihrem tatsächlichen Bauteil. Material, Oberfläche und Vorbehandlung beeinflussen das Ergebnis so stark, dass sich das nicht rechnerisch vorwegnehmen lässt. Sie erhalten ein Musterteil.
3. Freigabe
Sie prüfen das Muster und geben es frei. Die dazugehörigen Parameter halten wir fest, damit das Ergebnis bei jeder Folgebestellung identisch reproduzierbar ist.
4. Serienfertigung
Die Serie läuft mit den freigegebenen Parametern. Bei größeren Losen arbeiten wir mit Vorrichtungen, damit jedes Teil in derselben Position liegt und die Kennzeichnung an derselben Stelle sitzt.
5. Folgeaufträge
Bei Nachbestellungen entfällt die Bemusterung. Wir greifen auf die hinterlegten Parameter zurück — das verkürzt die Durchlaufzeit erheblich.
Stückzahlen und Mindestmengen
Wir haben keine feste Mindestmenge. Jede Anfrage wird einzeln geprüft.
In der Praxis bewegen sich unsere Aufträge von einzelnen Vorserienteilen bis zu sechsstelligen Losgrößen. Die größte bisher gefertigte Serie umfasste über 150.000 Teile. Gleichzeitig betreuen wir Bestandskunden, bei denen wöchentlich mehrere hundert bis mehrere tausend Teile durchlaufen.
Was die Wirtschaftlichkeit bestimmt, ist selten die Stückzahl allein, sondern das Verhältnis zwischen einmaligem Einrichtaufwand und Losgröße. Bei kleinen Serien fällt die Einrichtung stärker ins Gewicht, bei wiederkehrenden Aufträgen verteilt sie sich über alle Lose. Wir weisen das im Angebot offen aus, damit Sie den Effekt sehen.
Bauteilgrößen
Unsere Systeme sind offen aufgebaut und nicht durch ein geschlossenes Gehäuse begrenzt. Bearbeitbar sind Bauteile von wenigen Millimetern bis über einen Meter.
Das reicht von der Krone einer Armbanduhr über Elektronikbauteile und Typenschilder bis zu großformatigen Baugruppen aus dem Maschinenbau. Bei sperrigen oder ungewöhnlich geformten Teilen klären wir die Aufnahme im Vorfeld — schicken Sie uns am besten eine Skizze oder ein Foto.
Materialien
Wir bearbeiten Edelstahl, Aluminium einschließlich eloxierter Oberflächen, Titan, Wolfram, Gold, Silber, Platin und Palladium sowie DLC- und PVD-beschichtete Bauteile und technische Kunststoffe.
Beschichtete Oberflächen sind der anspruchsvollste Fall: Hier entscheidet die richtige Parameterwahl darüber, ob die Beschichtung gezielt angesprochen oder ungewollt beschädigt wird. Genau dafür ist die Bemusterung da.
Grafik und Layout inklusive
Sie müssen keine druckfertige Datei liefern. Wir übernehmen die Grafik- und Layouterstellung vollständig: Logos aufbereiten, Vektordaten erzeugen, Schriftgrößen an die verfügbare Fläche anpassen und prüfen, ob eine Kennzeichnung in der gewünschten Größe überhaupt lesbar bleibt.
Gerade bei kleinen Bauteilen ist das entscheidend. Ob ein DataMatrix-Code auf einer Fläche von wenigen Millimetern noch sicher lesbar ist, hängt von Modulgröße, Material und Kontrast ab — das prüfen wir, bevor die Serie startet.
Für welche Branchen wir fertigen
Unsere Kunden kommen aus dem Maschinenbau, der Medizintechnik, der Automobilzulieferung, der Elektronik, der Uhren-, Schmuck- und Accessoire-Industrie, dem Werbemittelbereich und der Gastronomie.
Worauf Sie bei der Wahl des Anbieters achten sollten
Wer eine Firma für Laserbeschriftung sucht, vergleicht meist Preise. Nach unserer Erfahrung entscheiden vier andere Punkte darüber, ob eine Zusammenarbeit trägt:
Wie viele Laserquellen hat der Anbieter? Ein Dienstleister mit nur einer Anlage muss jedes Bauteil durch dieselbe Maschine schicken. Ergebnis: Manches geht gut, manches gerade so. Wir haben vier Verfahren im Haus und wählen nach dem Bauteil aus.
Wird vor der Serie bemustert? Wer ohne Musterteil kalkuliert, rät. Material, Oberfläche und Vorbehandlung verändern das Ergebnis so stark, dass ein Datenblatt nicht ausreicht.
Werden die Parameter dokumentiert? Ohne festgehaltene Einstellungen sieht das Folgelos anders aus als das erste. Das fällt oft erst beim zweiten Auftrag auf.
Sagt der Anbieter auch Nein? Ein Hersteller, der jede Anfrage annimmt, sagt Ihnen nicht, wenn ein anderes Verfahren besser passt. Wir sagen es — auch wenn wir daran nichts verdienen.
Häufige Fragen zur Lohnfertigung
Was kostet eine Laserbeschriftung im Lohnauftrag?
Der Preis setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem einmaligen Einrichtaufwand — Layout, Parameterermittlung, Vorrichtung — und dem Stückpreis, der von Material, Größe der Kennzeichnung und Bearbeitungszeit abhängt. Bei größeren Stückzahlen verteilt sich der Einrichtaufwand, der Stückpreis sinkt entsprechend deutlich. Eine seriöse Pauschale gibt es nicht, weil ein Code von einem Millimeter Kantenlänge auf Titan und ein Logo auf einer Holzkiste unterschiedliche Prozesse sind. Nennen Sie uns Material, Stückzahl, Kennzeichnungsart und Bauteilgröße — Sie erhalten ein Angebot mit Einrichtaufwand und Stückpreis.
Wie finde ich heraus, ob sich Laserbeschriftung für uns lohnt?
Rechnen Sie gegen Ihr bisheriges Verfahren: Bei Druck und Etiketten kommen Verbrauchsmaterial, Lagerhaltung und Ausschuss durch abgelöste Kennzeichnungen hinzu. Beim Prägen kommen Werkzeug- und Rüstkosten dazu, und variable Daten sind gar nicht möglich. Der Laser hat höhere Einrichtkosten und praktisch keine laufenden Materialkosten.
Muss ich eine fertige Grafikdatei liefern?
Nein. Grafik- und Layouterstellung sind Teil unserer Leistung. Ein Logo in brauchbarer Auflösung oder eine Zeichnung genügt als Ausgangspunkt.
Wie stellen Sie sicher, dass Nachbestellungen gleich aussehen?
Wir halten die freigegebenen Laserparameter je Bauteil fest und greifen bei Folgeaufträgen darauf zurück. Damit ist das Ergebnis reproduzierbar.
Beschriften Sie auch beschichtete Bauteile?
Ja, unter anderem DLC- und PVD-beschichtete Oberflächen sowie eloxiertes Aluminium. Wegen der empfindlichen Schichten ist hier eine Bemusterung besonders wichtig.
Wie schnell bekomme ich eine Antwort auf meine Anfrage?
Das hängt davon ab, wie eindeutig die Anfrage ist. Bei klaren Angaben zu Material, Stückzahl und Kennzeichnung geht es schnell. Muss erst geprüft werden, ob ein Verfahren überhaupt trägt, dauert es länger. Wir melden uns in jedem Fall — auch dann, wenn wir absagen müssen.
Übernehmen Sie auch Erstmuster und Prototypen?
Ja. Bemusterung und Prototypenfertigung sind Teil unseres Leistungsumfangs und in vielen Fällen der Einstieg in eine spätere Serie.
Ihre Serie anfragen
Für ein belastbares Angebot brauchen wir: Material, Stückzahl, Kennzeichnungsart, Bauteilgröße und Wunschtermin. Je genauer diese Angaben, desto schneller können wir kalkulieren.
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