Was kostet Laserbeschriftung?
Was Laserbeschriftung kostet, lässt sich nicht in eine Preisliste schreiben — das wäre unseriös. Dasselbe Bauteil kann je nach Material, Kennzeichnungsart und Stückzahl das Fünffache kosten oder ein Fünftel. Was wir Ihnen stattdessen geben können: die vollständige Rechnung, nach der wir die Kosten ermitteln. Wenn Sie die kennen, können Sie unser Angebot einordnen — und Sie erkennen sofort, an welchen Stellen Sie selbst etwas bewegen können.
Fünf Faktoren bestimmen die Kosten je Teil
1. Die Markierzeit pro Teil. Wie lange der Laser tatsächlich arbeitet, hängt an drei Dingen: wie groß die zu markierende Fläche ist, wie viele Zeichen oder Linien darauf liegen und welches Verfahren nötig ist. Eine Anlassbeschriftung ist in Sekunden erledigt. Eine Tiefengravur, bei der der Laser dieselbe Fläche vielfach überfährt, dauert ein Vielfaches davon.
2. Das Handling pro Teil. Das wird regelmäßig unterschätzt: Bei kleinen, schnell markierten Bauteilen kostet das Einlegen und Entnehmen oft mehr als das Lasern selbst. Ein Teil, das flach aufliegt und in beliebiger Ausrichtung markiert werden darf, ist deutlich günstiger als eines, das einzeln ausgerichtet und gespannt werden muss.
3. Die Stückzahl. Der Aufwand vor dem ersten Teil fällt unabhängig von der Menge an. Er verteilt sich auf die Serie. Deshalb sinkt der Stückpreis mit der Stückzahl — und deshalb ist die ehrliche Angabe Ihrer geplanten Menge die wichtigste Zahl in Ihrer Anfrage.
4. Die Vorrichtung. Manche Bauteile lassen sich nicht einfach auflegen. Dann bauen wir eine Aufnahme, die das Teil reproduzierbar in Position hält. Das ist ein einmaliger Aufwand, der sich bei laufenden Serien schnell rechnet, weil er jedes einzelne Teil schneller macht.
5. Material und Kennzeichnungsart. Ob ein Verfahren auf Ihrem Material den gewünschten Kontrast bringt, entscheidet der Versuch am realen Teil. Bei Werkstoffen, die wir kennen, geht das schnell. Bei beschichteten, unbekannten oder wechselnden Oberflächen kann die Bemusterung mehrere Anläufe brauchen.

Warum das erste Teil teurer ist als das fünftausendste
Vor der ersten Serie stehen Arbeiten, die genau einmal anfallen: das Layout aufbereiten, die Laserparameter für Ihr Material finden, ein Muster fertigen, gegebenenfalls eine Vorrichtung bauen und die Freigabe abstimmen.
Das ist der eigentliche Grund für den Unterschied zwischen Einzelstück und Serie — nicht der Laser, sondern alles davor.
Der wichtige Teil daran: Wir halten diese Parameter je Bauteil fest. Bestellen Sie nach, greifen wir darauf zurück. Die Bemusterung entfällt, das Layout liegt vor, die Vorrichtung steht. Ein Folgeauftrag ist deshalb systematisch günstiger als der Erstauftrag — und das zweite Los sieht aus wie das erste.

Die Stückzahl entscheidet
Was vor dem ersten Teil anfällt, verteilt sich auf die ganze Serie.
Anfrage startenWas Sie selbst günstiger machen können
Nennen Sie die realistische Jahresmenge, nicht nur den ersten Abruf. Wenn wir wissen, dass aus 200 Teilen über das Jahr 4.000 werden, kalkulieren wir anders — und richten anders ein.
Fassen Sie Varianten zusammen. Fünf Artikelnummern in einem Durchgang sind günstiger als fünf getrennte Aufträge über das Jahr verteilt, weil das Einrichten nur einmal anfällt.
Liefern Sie saubere Vektordaten. Was wir nachzeichnen oder aufbereiten müssen, kostet Zeit. Wie Daten aussehen sollten, steht unter Gravurdaten und Dateiformate.
Legen Sie ein Musterteil bei. Ein reales Teil beantwortet in fünf Minuten, wofür eine E-Mail-Kette zwei Wochen braucht. Aus Pforzheim und der Region bringen Sie es auch persönlich vorbei.
Lassen Sie uns beim Bauteil mitreden, solange es noch geht. Ob die Kennzeichnung auf einer planen oder einer gewölbten Fläche sitzt, ob sie vor oder nach der Beschichtung aufgebracht wird — solche Entscheidungen wirken sich stärker auf den Stückpreis aus als jede Verhandlung danach.
Planen Sie Zeit ein. Eilaufträge lassen sich einrichten, aber sie verdrängen andere Arbeiten in der Maschinenbelegung. Wer früh anfragt, zahlt weniger.
Wann sich der Laser gegenüber anderen Verfahren rechnet
Der Laser braucht kein Werkzeug, keinen Stempel und kein Klischee. Deshalb kostet ein Motivwechsel nichts außer der Datei — jedes Teil kann eine andere Nummer tragen, ohne dass irgendetwas umgerüstet wird.
Das dreht die Rechnung gegenüber prägenden oder druckenden Verfahren genau dann, wenn Sie viele Varianten, wechselnde Motive oder fortlaufende Nummerierung brauchen. Bei einem einzigen, über Jahre unveränderten Motiv in sehr hoher Stückzahl kann ein Prägewerkzeug günstiger sein.
Was die Anfrage selbst kostet
Nichts. Wir sehen uns Ihre Anfrage an, prüfen die Machbarkeit und geben Ihnen ein Angebot — dafür stellen wir nichts in Rechnung. Auch dann nicht, wenn wir am Ende absagen müssen.
Etwas anderes ist es, sobald wir ins Material gehen: Eine Mustererstellung oder die Parameterfindung für ein Bauteil, das wir noch nicht kennen, ist echte Arbeit an der Maschine. Ob und in welcher Höhe wir das berechnen, hängt vom Aufwand ab — und von der Auftragsmenge, die danach realistisch zu erwarten ist. Bei einer Serie, die ohnehin bei uns läuft, sieht die Rechnung anders aus als bei einem einzelnen Versuch auf einer unbekannten Beschichtung.
Sie erfahren das vorher, nicht auf der Rechnung.
Was wir für ein belastbares Angebot brauchen
Material und Oberfläche. Edelstahl, Aluminium eloxiert, Kunststoff mit Lackierung — je genauer, desto belastbarer das Angebot.
Stückzahl je Abruf und pro Jahr.
Was markiert werden soll. Text, Logo, fortlaufende Nummer, DataMatrix-Code — und wie groß.
Wo es sitzen soll. Eine Skizze oder ein Foto mit Markierung genügt.
Ihr Termin.
Fehlt etwas davon, fragen wir nach. Wir schicken lieber eine Rückfrage als ein Angebot, das später nicht hält.
Häufige Fragen
Was kostet Lasergravur im Vergleich zur Laserbeschriftung?
Die Kosten unterscheiden sich vor allem über die Zeit: Eine Gravur trägt Material ab und braucht mehr Überfahrten als eine Beschriftung, die nur die Oberfläche verändert. Bei gleicher Fläche ist Gravieren deshalb teurer.
Können Sie mir einen Richtpreis am Telefon nennen?
Bei Bauteilen, die wir in ähnlicher Form kennen, können wir eine Größenordnung einordnen. Ein belastbarer Preis entsteht erst, wenn wir Material, Stückzahl und Kennzeichnungsart kennen.
Gibt es eine Mindestmenge?
Wir haben keine feste Mindestmenge und prüfen jede Anfrage einzeln. Bei sehr kleinen Mengen schlagen die einmaligen Arbeiten allerdings stark auf den Stückpreis durch — das sollten Sie wissen, bevor Sie anfragen.
Kostet mich das Angebot etwas?
Nein. Anfrage prüfen, Machbarkeit beurteilen und Angebot erstellen ist für Sie kostenfrei.
Kostet die Bemusterung extra?
Das ist die Stelle, an der es darauf ankommt. Ein Versuch auf einem Material, das wir kennen, ist etwas anderes als eine Reihe von Versuchen auf einer unbekannten Beschichtung. Neben dem Aufwand spielt die zu erwartende Auftragsmenge eine Rolle. Was auf Sie zukommt, sagen wir Ihnen vorher.
Wird der Preis bei Nachbestellung günstiger?
In aller Regel ja, weil die einmaligen Arbeiten entfallen. Wir greifen auf die festgehaltenen Parameter zurück.
Warum bekomme ich für dasselbe Teil unterschiedliche Preise von verschiedenen Anbietern?
Meist stecken unterschiedliche Annahmen dahinter: ein anderes Verfahren, eine andere Markierzeit, eine andere Vorstellung vom Handling. Fragen Sie nach, welches Verfahren kalkuliert wurde — dann werden Angebote vergleichbar.
Angebot für Ihre Serie
Nennen Sie uns Material, Stückzahl, Kennzeichnungsart und Bauteilgröße. Wir prüfen die Machbarkeit und melden uns mit einer Einschätzung — auch dann, wenn wir absagen müssen.
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