Feine Skalenteilung auf einem Metalllineal

Materialien für Lasergravur und Laserbeschriftung

Das Material entscheidet über das Verfahren. Ein Faserlaser, der auf Edelstahl hervorragende Ergebnisse liefert, ist auf eloxiertem Aluminium die falsche Wahl. Bei Kunststoffen entscheidet der Werkstoff: Auf dem einen erzeugt der MOPA-Laser einen sauberen Farbumschlag, auf dem anderen bleibt der Faserlaser wirkungslos. Weil wir vier Laserquellen im Haus haben, richten wir das Verfahren nach Ihrem Werkstoff aus.

Welche Materialien zu welchem Verfahren passen

MaterialBevorzugtes VerfahrenWarum
EdelstahlFaserlaser, SchwarzmarkierungHoher Kontrast, hohe Geschwindigkeit; Schwarzmarkierung ohne Abtrag
Aluminium, eloxiertMOPA-LaserTrägt die Eloxalschicht gezielt ab, sehr sauberer Kontrast
Aluminium, blankFaserlaserWirtschaftlich bei einfachen Anforderungen
TitanFaserlaser, MOPAKontrast- und Farbeffekte je nach Parameterwahl
WolframFaserlaserSehr harter Werkstoff, erfordert hohe Energiedichte
DLC- und PVD-SchichtenUltrakurzpulslaserMinimaler Wärmeeintrag schont die dünne Schicht
Gold, Silber, Platin, PalladiumFaserlaser, UltrakurzpulsFeinste Strukturen ohne Verzug am Werkstück
HolzCO2-LaserDer Werkstoff nimmt die Energie gut auf, es entsteht ein warmer Brandkontrast
LederCO2-LaserKontrast ohne Farbe und ohne Prägewerkzeug, auch auf gefärbtem Leder
Technische KunststoffeCO2-LaserSpricht Werkstoffe an, für die Faserlaser ungeeignet sind

Die Tabelle nennt Regelfälle. Oberfläche, Vorbehandlung und Legierung können die Wahl verschieben — deshalb bemustern wir vor jeder neuen Serie am realen Bauteil.

Vorrichtung mit rund 150 Bauteilen in der Laseranlage
Werkstoffe

Bemusterung entscheidet

Ein Datenblatt beantwortet nicht, wie ein Teil auf den Laser reagiert.

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Woran die Materialeignung wirklich hängt

Ob ein Werkstoff sich gut kennzeichnen lässt, entscheidet selten der Werkstoff allein. Vier Dinge wiegen in der Praxis schwerer:

Die Oberfläche. Poliert, gebürstet, gestrahlt, eloxiert oder lackiert — dasselbe Grundmaterial verhält sich völlig unterschiedlich. Auf einer polierten Fläche wird eine feine Schrift sauber, auf einer gestrahlten verliert sie sich in der Struktur.

Die Legierung. Zwei Aluminiumlegierungen können sich beim Lasern deutlich unterscheiden. Datenblätter beantworten das nicht.

Vorhandene Schichten. Eloxal, Pulverbeschichtung, DLC, PVD, Lack. Manche Schichten werden abgetragen und legen das Grundmaterial frei, andere verändern nur die Farbe.

Was danach noch passiert. Wird nach der Kennzeichnung geschliffen, poliert, beschichtet oder gehärtet, muss das Verfahren dazu passen — sonst ist die Markierung hinterher weg.

Warum wir immer am realen Bauteil bemustern

Zwei Edelstahlteile derselben Werkstoffnummer können unterschiedlich reagieren, wenn sie verschieden gewalzt, gebeizt oder poliert wurden. Bei beschichteten Oberflächen wirkt sich schon eine abweichende Schichtdicke deutlich aus.

Ein Datenblatt beantwortet deshalb nicht, wie ein Bauteil auf den Laser reagiert. Ein Musterteil beantwortet es in wenigen Minuten. Genau darum steht die Bemusterung am Anfang jeder Zusammenarbeit.

Ablauf von der Bemusterung bis zur Serie

Ihr Material ist nicht dabei?

Die Liste ist keine abschließende Aufzählung. Wenn Sie einen Werkstoff einsetzen, der hier nicht steht, schicken Sie uns ein Musterteil. Wir prüfen die Machbarkeit und melden uns mit einer Einschätzung — auch dann, wenn das Ergebnis lautet, dass ein anderes Verfahren besser geeignet wäre.

Übersicht Bauteilkennzeichnung

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Schicken Sie uns ein Musterteil oder nennen Sie uns Werkstoff, Oberfläche und gewünschte Kennzeichnung.

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