Materialien für Lasergravur und Laserbeschriftung
Das Material entscheidet über das Verfahren. Ein Faserlaser, der auf Edelstahl hervorragende Ergebnisse liefert, ist auf eloxiertem Aluminium die falsche Wahl. Bei Kunststoffen entscheidet der Werkstoff: Auf dem einen erzeugt der MOPA-Laser einen sauberen Farbumschlag, auf dem anderen bleibt der Faserlaser wirkungslos. Weil wir vier Laserquellen im Haus haben, richten wir das Verfahren nach Ihrem Werkstoff aus.
Materialgruppen im Überblick
MetalleEdelstahl, Aluminium einschließlich eloxierter Oberflächen, Titan, Wolfram sowie DLC- und PVD-beschichtete Bauteile.
KunststoffeTechnische Kunststoffe für Gehäuseteile, Bedienelemente und Bauteile.
EdelmetalleGold, Silber, Platin und Palladium für Hersteller, Manufakturen und Großhändler.
Organische MaterialienHolz, Leder, Kork und verwandte Werkstoffe — mit dem CO2-Laser, in Serie.Welche Materialien zu welchem Verfahren passen
| Material | Bevorzugtes Verfahren | Warum |
|---|---|---|
| Edelstahl | Faserlaser, Schwarzmarkierung | Hoher Kontrast, hohe Geschwindigkeit; Schwarzmarkierung ohne Abtrag |
| Aluminium, eloxiert | MOPA-Laser | Trägt die Eloxalschicht gezielt ab, sehr sauberer Kontrast |
| Aluminium, blank | Faserlaser | Wirtschaftlich bei einfachen Anforderungen |
| Titan | Faserlaser, MOPA | Kontrast- und Farbeffekte je nach Parameterwahl |
| Wolfram | Faserlaser | Sehr harter Werkstoff, erfordert hohe Energiedichte |
| DLC- und PVD-Schichten | Ultrakurzpulslaser | Minimaler Wärmeeintrag schont die dünne Schicht |
| Gold, Silber, Platin, Palladium | Faserlaser, Ultrakurzpuls | Feinste Strukturen ohne Verzug am Werkstück |
| Holz | CO2-Laser | Der Werkstoff nimmt die Energie gut auf, es entsteht ein warmer Brandkontrast |
| Leder | CO2-Laser | Kontrast ohne Farbe und ohne Prägewerkzeug, auch auf gefärbtem Leder |
| Technische Kunststoffe | CO2-Laser | Spricht Werkstoffe an, für die Faserlaser ungeeignet sind |
Die Tabelle nennt Regelfälle. Oberfläche, Vorbehandlung und Legierung können die Wahl verschieben — deshalb bemustern wir vor jeder neuen Serie am realen Bauteil.

Bemusterung entscheidet
Ein Datenblatt beantwortet nicht, wie ein Teil auf den Laser reagiert.
Anfrage startenWoran die Materialeignung wirklich hängt
Ob ein Werkstoff sich gut kennzeichnen lässt, entscheidet selten der Werkstoff allein. Vier Dinge wiegen in der Praxis schwerer:
Die Oberfläche. Poliert, gebürstet, gestrahlt, eloxiert oder lackiert — dasselbe Grundmaterial verhält sich völlig unterschiedlich. Auf einer polierten Fläche wird eine feine Schrift sauber, auf einer gestrahlten verliert sie sich in der Struktur.
Die Legierung. Zwei Aluminiumlegierungen können sich beim Lasern deutlich unterscheiden. Datenblätter beantworten das nicht.
Vorhandene Schichten. Eloxal, Pulverbeschichtung, DLC, PVD, Lack. Manche Schichten werden abgetragen und legen das Grundmaterial frei, andere verändern nur die Farbe.
Was danach noch passiert. Wird nach der Kennzeichnung geschliffen, poliert, beschichtet oder gehärtet, muss das Verfahren dazu passen — sonst ist die Markierung hinterher weg.
Warum wir immer am realen Bauteil bemustern
Zwei Edelstahlteile derselben Werkstoffnummer können unterschiedlich reagieren, wenn sie verschieden gewalzt, gebeizt oder poliert wurden. Bei beschichteten Oberflächen wirkt sich schon eine abweichende Schichtdicke deutlich aus.
Ein Datenblatt beantwortet deshalb nicht, wie ein Bauteil auf den Laser reagiert. Ein Musterteil beantwortet es in wenigen Minuten. Genau darum steht die Bemusterung am Anfang jeder Zusammenarbeit.
Ihr Material ist nicht dabei?
Die Liste ist keine abschließende Aufzählung. Wenn Sie einen Werkstoff einsetzen, der hier nicht steht, schicken Sie uns ein Musterteil. Wir prüfen die Machbarkeit und melden uns mit einer Einschätzung — auch dann, wenn das Ergebnis lautet, dass ein anderes Verfahren besser geeignet wäre.
Materialeignung prüfen lassen
Schicken Sie uns ein Musterteil oder nennen Sie uns Werkstoff, Oberfläche und gewünschte Kennzeichnung.
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