Laserbeschriftung auf Kunststoff
Kunststoffbauteile werden häufig noch bedruckt oder etikettiert. Beides hat denselben Schwachpunkt: Es sitzt auf der Oberfläche und kann sich lösen oder abreiben. Die Laserbeschriftung verändert den Werkstoff selbst — sie hält so lange wie das Bauteil.
Wie Kunststoff auf den Laser reagiert
Kunststoffe sind keine einheitliche Werkstoffgruppe. Wie ein Bauteil reagiert, hängt vom Polymer, von Farbpigmenten, Füllstoffen und Additiven ab. Zwei Teile derselben Farbe aus unterschiedlichen Chargen können sich unterschiedlich verhalten.
Deshalb ist bei Kunststoff die Bemusterung besonders wichtig. Wir ermitteln die Parameter am realen Bauteil und halten sie fest, damit Folgeserien identisch aussehen. Wenn Sie den Werkstoff und den Lieferanten nennen können, hilft uns das zusätzlich.
Für Kunststoffe setzen wir überwiegend den CO2-Laser ein, der im Leistungsbereich von 20 bis 60 Watt arbeitet.

Typische Anwendungen
- Gehäuseteile für Elektronik und Geräte: Typenbezeichnungen, Warnhinweise, Logos
- Bedienelemente: Symbole, Skalen, Positionsmarkierungen
- Technische Bauteile: Artikelnummern, Chargenkennzeichnung, Montagehinweise
- Frontplatten und Blenden aus Kunststoff

Farbumschlag
Der Kontrast entsteht im Werkstoff selbst — ohne Farbe, ohne Aufkleber.
Anfrage startenWelche Kunststoffe wir beschriften
Der Laser reagiert nicht auf den Kunststoff an sich, sondern auf seine Rezeptur — auf Farbmittel, Füllstoffe und Additive. Deshalb lässt sich die Frage „geht das?" seriös nur am realen Teil beantworten. Erfahrungsgemäß gilt:
Technische Kunststoffe für Gehäuse und Bedienteile liefern in der Regel guten Kontrast, besonders in dunklen Einfärbungen.
Helle und weiße Teile sind anspruchsvoller, weil der Kontrast in die andere Richtung gehen muss. Hier entscheidet die Rezeptur.
Glasfaserverstärkte Werkstoffe zeigen an der Oberfläche oft die Faserstruktur — feine Schriften werden dadurch unruhiger.
Mehrschichtige und lackierte Teile eignen sich gut: Der Laser trägt die obere Schicht ab und legt die darunterliegende frei. Das ergibt einen sehr sauberen Kontrast.
Schicken Sie uns zwei oder drei Teile aus der laufenden Fertigung. Daran sehen wir in kurzer Zeit, was möglich ist — und was nicht.
Vorteile gegenüber Druck und Etikett
Wischfest und lösungsmittelbeständig. Die Beschriftung lässt sich nicht abreiben und verträgt Reinigungsmittel.
Keine Farbmigration. Bei bedruckten Kunststoffen kann Farbe über die Zeit in den Werkstoff wandern und die Kontur unscharf werden lassen. Beim Laser tritt das nicht auf.
Kein Verbrauchsmaterial und kein Trocknen. Es entfallen Farbe, Etiketten, Lagerhaltung und Trocknungszeiten.
Variable Daten ohne Rüstaufwand. Fortlaufende Nummern und wechselnde Chargen sind ohne Werkzeugwechsel möglich.
Häufige Fragen
Welche Kunststoffe können Sie beschriften?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil Pigmente und Additive das Ergebnis stark beeinflussen. Schicken Sie uns ein Musterteil — die Machbarkeit klären wir daran zuverlässig.
Welchen Kontrast erreicht die Beschriftung?
Das hängt von Werkstoff und Einfärbung ab. Bei hellen Kunststoffen entsteht meist eine dunkle Markierung, bei dunklen eine hellere. Das konkrete Ergebnis zeigt das Musterteil.
Verformt der Laser dünne Bauteile?
Nein. Es wirkt keine mechanische Kraft auf das Teil. Der Wärmeeintrag wird über die Parameterwahl so begrenzt, dass das Bauteil nicht verzieht.
Ist die Beschriftung spülmaschinenfest?
In der Regel ja. Wenn das für Ihren Anwendungsfall entscheidend ist, sagen Sie es uns — dann prüfen wir es gezielt in der Bemusterung.
Kunststoffteile beschriften lassen
Schicken Sie uns ein Musterteil sowie Angaben zu Werkstoff, Kennzeichnung und Stückzahl.
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